Intermittierender Katheterismus

Der Begriff Intermittierender Katheterismus steht für das Entleeren der Harnblase mittels eines sterilen Einmalkatheters in regelmäßigen Intervallen (ca. 1- bis 6-mal täglich). Der intermittierende Katheterismus ist eine Therapie, die vom Arzt empfohlen und verordnet werden muss. Der korrekte Umgang mit den Materialien und die Durchführung des Katheterismus ist ein weiterer Punkt, der im Vorfeld geschult werden muss. Diese Aufgabe übernimmt ausgebildetes pflegerisches Fachpersonal unseres CareTeams. Die Durchführung des IK erfolgt unter Wahrung aseptischer Gesichtspunkte (Keimfreiheit/Keimreduzierung), um Infektionen oder Kontaminationen vorzubeugen.

 

Wann und warum ist der intermittierende Katheterismus empfehlenswert?

Der intermittierende Katheterismus gilt als eine effektive und sichere Methode, die Betroffenen ein hohes Maß an Unabhängigkeit und individueller Versorgung bietet.

Damit kann die Lebensqualität erheblich gesteigert werden. Insbesondere bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen, wie z. B. Querschnittlähmung, Spina bifida oder Multiple Sklerose, hat sich der IK in den vergangenen Jahren zur Therapie der ersten Wahl entwickelt.

Die durch IK erlangte Unabhängigkeit gewährt Sicherheit und Freiräume für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.