Pflegehilfsmittel

Definition: § 40 Abs. 1 SGB XI:

Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbst ständigere Lebensführung ermöglichen, soweit die Hilfsmittel nicht wegen Krankheit oder Behinderung von der Krankenversicherung zu leisten sind.

Pflegehilfsmittel werden nur bezahlt, wenn eine Pflegebedürftigkeit mit entsprechender Einstufung vorliegt und eine Leistungspflicht der Krankenkassen entfällt. Bei Handicaps durch eine Krankheit oder Behinderung bleibt die Krankenkasse für die Finanzierung von Hilfsmitteln weiterhin zuständig.

Finanzierung von Pflegehilfsmitteln

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel werden von der Pflegekasse bis zu einem Betrag von 40,– Euro pro Monat bezahlt. Zu den Verbrauchsgütern zählen:

Einmalhandschuhe, Fingerlinge
saugende Bettschutzeinlagen für den einmaligen Gebrauch Desinfektionsmittel
Mundschutz
Kleidungsschutz (Schürzen)

Zum Gebrauch bestimmte Pflegehilfsmittel werden ohne Obergrenzen vergütet. Zu den Gebrauchsgütern zählen:

  • Pflegebetten 
  • Bettenzubehör 
  • Beistelltische 
  • Bettpfannen 
  • Kopfwaschbecken 
  • Ganzkörperwaschsysteme 
  • Duschwagen

Der Antrag auf die Kostenübernahme eines Pflegehilfsmittels kann ohne ärztliche Verordnung bei der Pflegekasse gestellt werden. Eine Absprache mit dem Hausarzt ist dennoch empfehlenswert. Pflegehilfsmittel belasten nicht das Budget des Arztes. Für technische Hilfsmittel – keine Verbrauchsgüter – haben Pflegebedürftige, die das 18. Lebensjahr überschritten haben, eine Zuzahlung von 10 %, maximal jedoch 10,– Euro je Hilfsmittel, selbst zu entrichten (in Härtefällen Befreiung möglich) – es sei denn, das Hilfsmittel wird leih weise zur Verfügung gestellt.